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Wahlprogramm 2006

Mit unserem Wahlprogramm schlagen wir Ihnen die sieben Themenbereiche vor, die wir für die kommenden fünf Jahre für besonders wichtig halten. Wir haben bewusst nicht versucht, jedes mögliche Stichwort abzudecken, sondern einen Ausschnitt ausgewählt. Nur so konnten wir die Länge des Programms im Rahmen halten.

 

Trotzdem haben wir natürlich auch zu anderen Themen eine Meinung! Wenn Sie daran interessiert sind, sprechen Sie uns einfach an.

 

1. Bildung ist der Schlüssel zur Zukunft

Die Chancen unserer Kinder entscheiden sich in den ersten Lebensjahren. Eltern, Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte tragen die maßgebliche Verantwortung. Die Rahmenbedingungen zu gestalten und zu finanzieren ist Aufgabe von Verwaltung und Politik. Mit dem Leitbild einer bildungsorientierten und familienfreundlichen Stadt Langenhagen wollen wir den Zusammenhalt der sozialen Gesellschaft nachhaltig sichern.

 

- Netzwerk Bildungsstadt gründen
- Familienfreundlichkeitsprüfung für alle städtischen Vorhaben
- schrittweise Unterstützung für Ganztagsangebote in allen Schulen
- möglichst alle Kinder mind. zwei Jahre in Kita
- Mehr Weiterbildung und schrittweise verbesserte Ausbildung für Kita-Beschäftigte
- Mehr Sprachförderung in Kitas für alle Kinder
- Betreuungsgarantie für alle Kinder ab 2009, bedarfsgerechtes Angebot für alle Altersgruppen
- Flexiblere Betreuungsangebote
- Städtischer Einsatz für mehr Ausbildungsplätze

2. Integration – Besser jetzt als nie

Unsere Realität als Einwanderungsgesellschaft stellt uns auch in Langenhagen vor große Herausforderungen, die in der Vergangenheit nicht immer erkannt wurden. Die frühe sprachliche Integration der Kinder ist dabei eine Schlüsselaufgabe. Wir wollen die Familien von Migrantinnen und Migranten unterstützen und die Infrastruktur verbessern. Erfolgreiche Integration ist nur erreichbar, wenn alle Beteiligten zusammen arbeiten.

 

- Integration als Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit der Stadt
- ehrenamtl. Integrationslotsen schulen
- neue Wege zur Sprachförderung (z.B. Projekt Rucksackmütter)
- Berücksichtigung mit mehrsprachigen Informationen
- spezielle Angebote im Bereich Schule-Eltern, Existenzgründung, integrative soziale Projekte

3. Schuldenfreiheit

Die Entwicklung der letzten Jahre hat uns gezeigt, dass die Einnahmen der Stadt nicht verlässlich sind. In der Verantwortung für die Zukunft wollen wir deshalb auf Schulden  verzichten und die Stadt nur mit Guthaben wirtschaften lassen. Um dieses Ziel zu erreichen müssen vor allem die Verwaltungs- und Personalkosten der Stadt Langenhagen nachhaltig gesenkt werden.

 

- Dauerhafter Verzicht auf Schulden
- Verstärkter Abbau der bisher nicht monetär erfassten 'Verschuldung': Sanierungsstau im städtischen Vermögen
- Senkung der Personalkosten ohne Kündigungen

 

4. Bürgerkommune Langenhagen

Die „Bürgerkommune“ als politisches Leitbild steht für eine neue Partnerschaft zwischen Stadt und BürgerInnen, für eine höhere Zufriedenheit mit städtischen Dienstleistungen und Planungen, für eine stärkere Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger an der demokratischen Willensbildung und eine Neubelebung der kommunalen Demokratie. Das stärkt die Hilfsbereitschaft der Bürger untereinander und die ihre Identifikation mit der Stadt. MigrantInnen müssen mit ihrer speziellen Situation dabei besonders berücksichtigt werden, um ihrer bisherigen Unterrepräsentierung zu begegnen.

Die „Bürgerkommune“ findet als Querschnittsaufgabe Berücksichtigung bei allen Maßnahmen. Die Möglichkeiten und Chancen des Internet werden dabei offensiv genutzt, ohne die persönlichen Kontakte und die Presse zu ersetzen.

 

- Informationsfreiheit
- Stadt und Bürger als Partner
- Freiwilligenagentur gründen
- Beteiligungsatlas erstellen
- Stadtteilkonferenzen und Einwohnerversammlungen
- Öffentlicher Petitionsausschuss

5. Weg-vom-Öl als Jobmotor

Wenn wir uns heute nicht um Umwelt und Klima kümmern, werden noch unsere Urenkel dafür zahlen müssen. Der Erfolg der Erneuerbaren Energien zeigt klar, wie Arbeit mit Zukunft entstehen kann. Ökonomie und Ökologie sind keine Gegensätze. Wir wollen sie produktiv verbinden und so viele Arbeitsplätze mit Zukunft schaffen. Daher wollen wir auch in Langenhagen weg von Öl und Atomkraft, hin zu Energie aus Sonne, Wind und Wasser.

 

- Beschleunigte energetische Sanierung öfftl. Gebäude
- Eigene Stadtwerke mit Schwerpunkt Erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und Einsparung
- Biogaskraftwerk am Kiebitzkrug
- Mini- und Mikro-BHKW
- 100 Dächer für Solarenergie
- Baugebiet für Passivhäuser als Marktanreiz
- Städtischer Klimaschutzplan

6. Lärmschutz

Lärm macht krank - in der Nacht erst recht. Ein wesentlicher Teil der Lärmbelastung in Langenhagen geht vom Verkehr aus. Flughafen, Autobahn, Eisenbahn und Stadtverkehr kommen bis zur Gesundheitsgefährdung zusammen. Eine Lärmreduzierung ist möglich, ohne die Mobilität wesentlich zu beeinträchtigen. Nachts hat der Lärmschutz Vorrang. Mit Lärmkarten und einem Lärmaktionsplan wollen wir die Konflikte herausarbeiten und die Belastung der AnwohnerInnen schrittweise vermindern.

 

- Lärmkarten und Lärmaktionspläne aufstellen
- Nachtflugverbot wie in Hamburg oder Leipzig, als Zwischenschritt Beschränkung der Zahl der Nachtflüge
- Nachtfahrverbot für LKW in Wohngebieten prüfen

7. Grün- und Freiflächen weiter entwickeln

Gerade im städtischen Umfeld in Langenhagen ist es wichtig, die Rückzugs- und Erholungsflächen für Mensch und Natur weiter zu entwickeln. Das Grün in der Stadt leistet einen wertvollen Beitrag zum Mikroklima. Wir wollen die bestehenden Freiflächen miteinander verbinden und ihren Wert erhöhen.

 

- Sicherung, ökologische Aufwertung und Vernetzung städtischer Freiflächen zu einem kommunalen Freiraumsystem
- Fortschreibung / Neuaufstellung des Landschaftsplans
- Arten- und Biotopschutzprogramm mit Pflege- und Entwicklungsplänen
- Maßnahmenplan Feuchtgrünland
- Systematische Unterschutzstellung von stadtbildprägenden Bäumen nach Einzelfallentscheidung

Atomkraft: Schluss jetzt! - Großdemo und Umzingelung am 18. September in Berlin
Freiheit statt Angst! Datenschutzdemo am 11. September in Berlin, Potsdamer Platz, 13:00 Uhr
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